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Abfallbehandlung und Abfallverwertung

Als Partner einer Vielzahl von Kommunen verwerten wir die anfallenden Klärwerksabfälle. Dazu gehören kommunale Klärschlämme, Sandfang- und Rechenrückstände.

Wir kompostieren organische Abfälle und produzieren auf diese Weise wertvolle Düngemittel. Allerdings: Wenn die Qualität der angelieferten Abfälle nicht unseren Vorgaben oder den gesetzlichen Anforderungen entspricht, werden diese Stoffe abgelehnt und anderweitig verwertet – meistens in Kraftwerken, wo sie fossile Brennstoffe ersetzen.

Der erzeugte Kompost liefert dem Boden und den Pflanzen Nährstoffe, vor allem aber auch Humus und bewirkt so eine Verbesserung der Bodeneigenschaften, die für ein gutes Pflanzenwachstum notwendig sind: Der Boden erwärmt sich besser, er ist stabiler gegen Erosion und Verdichtung, das Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe wird erhöht, der Krankheitsdruck ist geringer und etliche andere Wirkungen mehr. Durch organische Düngung mit unseren Komposten und Abwasserschlämmen werden im Vergleich zu ausschließlich mineralisch gedüngten Flächen deutlich höhere und sicherere Erträge erzielt. Versuche und Erfahrungswerte zeigen Mehrerträge von über 10% bei langjährig organisch gedüngten Flächen. Gleichzeitig ist diese Düngung sehr kostengünstig.

Während des Kompostierungsprozesses werden organische Materialien durch Mikroorganismen ab- und umgebaut. Die Gesamtheit dieser Lebewesen ist äußerst vielfältig. Ein- und vielzellige Organismen wie z. B. Bakterien und Pilze teilen sich die Arbeit. Ein großer Teil des im Ausgangsmaterial vorhandenen Kohlenstoffs wird durch den vielfältigen und komplexen Prozess der Humusbildung zu stabilen Kohlenstoffverbindungen umgebaut, die unsere Böden verbessern. So trägt die organische Düngung auch zur Erhaltung des Klimas bei: Langjährig im Boden gespeicherter Kohlenstoff wird der Atmosphäre entzogen und vermindert so den Kohlendioxidgehalt der Luft.

In einigen Jahren werden größere Kläranlagen verpflichtet, Ihre Klärschlämme in Klärschlammonoverbrennungsanlagen zu verwerten, wenn sie bestimmte Nährstoffgehalte überschreiten. Aus der Verbrennungsasche soll teilweise der enthaltene Phosphor extrahiert werden, um ihn weiterzuverarbeiten. Wir haben uns umfangreiche Kontingente in mehreren Anlagen gesichert und können unseren Kunden daher auch in diesem Bereich eine sichere Entsorgung anbieten.

Auch über 2032 hinaus werden wir Klärschlamme kompostieren und zur Düngung einsetzen.

Kompostanlagen

Wir betreiben diverse Kompostanlagen in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – immer in der Nähe unserer Kunden, so dass wir kurze Transportwege realisieren können.

Wir betreiben 20 Kompostanlagen in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – immer in der Nähe unserer Kunden, so dass wir kurze Transportwege realisieren können.

Die Anlagen werden zum größten Teil im Verfahren der offenen Mietenkompostierung betrieben. Die Ausgangsstoffe werden von eventuellen Störstoffen befreit und bei Bedarf mit Strukturmaterial vermischt, um eine gute Sauerstoffversorgung während des Prozesses sicherzustellen.

Dann wird diese Mischung zu einer Miete aufgesetzt. Durch die biologische Aktivität erwärmt sich die Kompostmiete anfangs auf 60 – 70°C.  Sie wird in definierten Intervallen gewendet. Nach Abschluss des mehrmonatigen Kompostierungsprozesses und ist ein Qualitätsdünger mit hervorragenden Eigenschaften für die Boden- und Pflanzengesundheit entstanden. Gleichzeitig ist das Material hygienisiert, d.h. durch die langdauernde Wärmewirkung von Krankheitserregern und keimfähigen Unkrautsamen befreit.  Anschließend wird der Kompost auf eine definierte Korngröße je nach Anforderung abgesiebt. Die offizielle Qualitätskontrolle erfolgt über einen externen Zertifizierer.

Zur Unterstützung auf unseren 20 Kompostanlagen haben wir einen Fuhrpark von 30 Radladern und Baggern im Einsatz.

 

Investition zur Arbeitsplatzschaffung/-sicherung

Bauliche Investition zum Bau einer Kompostieranlage

Zwischenlagerung

Klärschlämme, die nicht sofort verwertet können, lagern wir bis zum Anwendungstermin ein. Dazu betreiben wir Zwischenläger.

Klärschlämme, die nicht sofort verwertet werden können, lagern wir in unseren Zwischenlägern ein. Dies dient einerseits zur Überbrückung von Zeiten, in denen eine Ausbringung in der Landwirtschaft witterungsbedingt nicht möglich oder gesetzlich untersagt ist und entlastet uns andererseits bei Revisionen oder ungeplanten Ausfällen von Anlagen zur thermischen Verwertung.

 

Thermische Verwertung und Klärschlammmonoverbrennung

Wir möchten unseren Kunden die Sicherheit geben, dass ihre Abfälle bei uns sicher und gesetzeskonform verwertet werden. Ist eine Rückführung in den Stoffkreislauf durch Kompostierung oder direkte Verwertung auf landwirtschaftlichen Flächen nicht möglich oder kundenseitig nicht gewünscht, werden bereits seit mehreren Jahrend Abfälle über uns und unsere Partner thermisch verwertet. Dann tragen sie zur Energiegewinnung bei. Zusätzlich werden ab 2020 weitere Partner in der Klärschlammmonoverbrennung die Schlämme thermisch verwerten, damit der enthaltene Phosphor zum Teil recycelt werden kann.

Wir möchten unseren Kunden die Sicherheit geben, dass ihre Abfälle bei uns sicher und gesetzeskonform verwertet werden. Dies geschieht durch eine Rückführung in den Stoffkreislauf durch Kompostierung oder direkte Verwertung auf landwirtschaftlichen Flächen, eine thermische Verwertung in Kraftwerken oder zukünftig durch eine Verbrennung mit der teilweisen Rückgewinnung des enthaltenen Phosphors in Klärschlammmonoverbrennungsanlagen.

Hierzu arbeiten wir mit einem Netzwerk verschiedener Partner zusammen, die Verbrennungsanlagen betreiben.

Derzeit werden in Deutschland die technischen Voraussetzungen für die zukünftige Entsorgung des Klärschlamms geschaffen, um die Vorgaben zum Phosphor-Recycling der 2017 in Kraft getretenen Klärschlammverordnung (AbfKlärV) zu erfüllen.

Klärschlämme aus größeren Kläranlagen dürfen ab dem 01.01.2029 (>100.000 EW) bzw. ab dem 01.01.2032 (> 50.000 EW) nicht mehr bodenbezogen verwertet werden. Ab 2032 ist eine Fortführung der landwirtschaftlichen Nutzung des Klärschlamms nur noch für kleinere Anlagen (≤ 50.000 EW) möglich.

Für alle Kläranlagen unabhängig von ihrer Ausbaugröße gilt, dass bis 2023 ein Bericht erstellt werden muss, wie der anfallende Klärschlamm zukünftig entsorgt wird. Phosphorrückgewinnung ist dabei verpflichtend vorgeschrieben. Kleine Kläranlagen können diese Verpflichtung auch nach 2032 über die landwirtschaftliche Verwertung erfüllen. Alle anderen müssen zukünftig den Phosphor direkt in der Kläranlage zurückgewinnen oder den Klärschlamm in einer Monoverbrennungsanlage behandeln. Eine Mitverbrennung wird nur noch bei besonders phosphorarmen oder bereits in der Kläranlage abgereicherten Klärschlämmen möglich sein.

Wir haben uns bereits frühzeitig umfangreiche Verwertungskontingente bei verschiedenen Monoverbrennungsanlagen gesichert. Ab dem Jahr 2022 werden die ersten Partner annahmebereit sein. Damit sind wir frühzeitig in der Lage, Ihnen eine langfristig gesicherte Verwertung Ihrer Klärschlämme zu vernünftigen Konditionen anzubieten. So haben Sie frühzeitig Sicherheit hinsichtlich der Preis- und Kostenentwicklung bei Ihrer zukünftigen Klärschlammentsorgung.

Die Aufteilung der Liefermengen auf mehrere Anlagen sichert uns gegen ungeplante Ausfälle ab und erhöht die Abnahmesicherheit für unsere Kunden.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es zu Kapazitätsengpässen in diesem Bereich kommen wird, empfehlen wir den Kläranlagenbetreibern, sich frühzeitig vertraglich Lieferrechte bei uns zu sichern. Bitte sprechen Sie uns hierzu an!

 

         

 

 

 

 

Robert Urso

T 05123 / 9795-16

M 0160 / 5334446

urso@vornkahl.eu

Boris Schulz

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schulz@vornkahl.eu

 

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